Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ erfährt bundesweit große Anerkennung und erfreut sich großer
Medienresonanz. Seit der Eröffnung im Herbst 2013 in Nürnberg wurde die Wanderausstellung, die in mehreren Druckexemplaren vorliegt, in mehr als zwanzig Städten gezeigt.

Leider gibt es auch immer wieder Störungen durch vermeintliche oder tatsächliche Neonazis. Im Januar 2014 wurde in Herten (NRW) das Foto von Mehmet Turgut mit einem Hitlerbärtchen Herten verunstaltet. Während der Ausstellungseröffnung am 20. Februar 2014 im Rostocker Rathaus flog ein Stein durch das Rathausfenster. Während die Ausstellung im April 2014 im Kasseler Rathaus hing, wurde der Gedenkstein für Halit Yozgat mit schwarzer Flüssigkeit beschädigt. In Berlin-Buch postierten sich vergangenen Montag (19. Mai) mehrere Neonazis demonstrativ gegenüber dem Bürgerzentrum, wo die Ausstellung derzeit zu sehen ist. Die Neonazis fotografierten BesucherInnen und versuchten, diese einzuschüchtern. Auf den Vorplatz des Bürgerhauses wurde zudem mit Kreide „Wahrheit macht frei Stopt den NSU-Schauprozess!!!“ (Fehler im Original). geschrieben.
(siehe Foto im Anhang). Die Polizei postierte sich vor während des Vortrags vor den Eingangstüren zum Bürgerhaus und geleitete die
Ausstellungsbesucher/innen dann zur S-Bahn. In Berlin-Buch häuften sich in der Vergangenheit Bedrohungen und Angriffe gegen Nazi-Gegner/innen.
Am morgigen Donnerstag, 22. Mai 2014 soll die NPD eine Demonstration vor dem Bucher Bürgerhaus angemeldet haben.

Die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ ist noch bis 30. Mai 2014 im Bürgerhaus Berlin-Buch, Franz-Schmidt-Str.
8-10, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von 9 bis 18 Uhr. Sie wandert dann nach Berlin-Hellersdorf in die Alice Salomon Hochschule,
Alice-Salomon-Platz 5, wo sie am 3. Juni 2014 um 15 Uhr durch Birgit Mair im Audimax eröffnet wird.

Im Rahmen der Ausstellungspräsentation in Berlin-Buch findet am 23. Mai 2014 eine Gedenkveranstaltung an Dieter Eich statt. Er starb im Jahr 2000 an den Folgen eines neonazistischen Angriffs in Berlin-Buch (Treffpunkt: 18 Uhr, S-Bahnhof Buch).

Wir bitten Sie, auf die Präsentationen der Ausstellung in Berlin-Buch und in Berlin-Hellersdorf sowie die Gedenkveranstaltung an Dieter Eich
hinzuweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Birgit Mair