bmf_flyer_web5. November 2013 – Filmvorführung: »Blut muss fließen« – Undercover unter Nazis

19.00 Uhr, Bürgerhaus Buch, Franz-Schmidt-Straße 8-10, 13125 Berlin

»Wetzt die langen Messer auf dem Bürgersteig, lasst die Messer flutschen in den Judenleib. Blut muss fließen knüppelhageldick und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik.« grölt der Sänger ins Mikrophon, rund 300 Neonazis brüllen mit. Die Arme schnellen zum Hitlergruß empor und am Ende des Liedes erfüllen »Sieg heil! «-Rufe den gesamten Saal.

Diese Ausschnitte entstammen keinem klandestin im Ausland organisierten Rechtsrockkonzert. Es sind Szenen wie sie sich monatlich in Deutschland abspielen – auch bei uns.

So feierten im Mai 650 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet in Finowfurt bei Bernau zu bekannten Rechtsrockbands – unter ihnen auch viele aus Buch, Pankow und dem Barnimkreis. Das Innenleben solcher Hasskonzerte hat der Journalist Thomas Kuban über sechs Jahre mit versteckter Kamera dokumentiert. In dieser Zeit gelang es ihm, vierzig Konzerte zu filmen. In keinem Verhältnis zur Brisanz des Materials, sowie auch zum Risiko, unter dem die Bilder entstanden, steht das Interesse der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Aus diesem Grund veröffentlichten Kuban und der Regisseur Peter Ohlendorf im vergangenen Jahr auf eigene Faust den viel beachteten Dokumentarfilm »Blut muss fließen«. Der Film sucht Antworten auf die Frage, warum landesweit – und oftmals unter Mitwissen Entscheidungstragender, Behörden und Anwohner_innen – problemlos derlei Hassveranstaltungen über die Bühne gehen können.

Am 5. November zeigt die Initiative »Niemand ist vergessen! « in Kooperation mit dem Bucher Bürgerhaus und dem Lokalen Aktionsplan Buch (LAP) den Film »Blut muss fließen«. Dazu möchten wir sie hiermit herzlich einladen. Regisseur Peter Ohlendorf wird anwesend sein und Fragen beantworten.

5. November 2013
19.00 Uhr, Bürgerhaus Buch, Franz-Schmidt-Straße 8-10
www.niemand-ist-vergessen.de

Veranstalter_innen: Initiative „Niemand ist vergessen!“, unterstützt durch: Bucher Bürger_innenhaus, Lokaler Aktionsplan Buch (LAP)

Vorbehalt der Veranstalter
Der Veranstalter behält sich vor, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder sich rechtsextremistisch oder rassistisch äußern, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.