Gedenkstein: „Das Buch der sozialen Ausgrenzung“

Gestaltung:
Auf einem aus groben Stein geschlagenen Stockel, soll eine aus Metall gefertigets Buch eingelassen werden. Das Buch ist aufgeschlagen und ist einsehbar. Auf der linken Buchseite kann der/die Betrachter_in einen Kurzen Text zum Themenkomplex soziale Ausgrenzung lesen. Die Inschrift auf der rechten Seite schildert den Geschehnisse während der Mordnacht vom 23. zum 24. Mai 2000.
Die Beschriftung der aufgeschlagenen Buchseiten wird in das Metall eingeätzt. Die Schriftgröße verhält sich nicht proportional zur Buchgröße, sondern orientiert sich an der Lesbarkeit für den_die Betrachter_in.

Die Idee dahinter:
Der Idee die Gedenkplatte als Buch darzustellen, liegt die Überlegung zu Grunde, dass ein Buch eine fortlaufende Geschichte bzw. Zusammenhang erzählt. Auf den folgenden Seiten des „Buches der sozialen Ausgrenzung“, ließen sich, wenn der/die Betrachter_in weiterblättern könnte weitere Fälle sozialer Ausgrenzung finden. Womöglich sogar einer, der den/die Betracher_in selbst betreffen könne.
Ein Buch hat widerum ein erstes und ein letztes Kapitel. Dies symbolisiert für uns, dass die Unterdrückung und Ausgrenzung innerhalb der Gesellschaft nicht nur einen Anfang hat, sondern auch ein Ende finden wird. Das aktive und progressive Handeln der Menschen, die in dieser Gesellschaft leben (müssen) wird der Schlüssel zu jenem Ende sein. Den Gedenkstein an Dieter Eich betrachten wir als einen Schritt in diese Richtung.