Pressemitteilung nach Dieter Eich-Gedenk-Demo 2010

Verfasser_innen: „Niemand ist vergessen!“ (24.Mai 2010)

Veröffentlicht u.a. auf Indymedia

Rund 350 Menschen demonstrierten am Sonntag dem 23. Mai in im Berliner Stadtteil Buch gegen rechte Alltagskultur im Berliner Nordosten und alltägliche soziale Ausgrenzung.
Anlass war der Todestag von Dieter Eich, der vor 10 Jahren von Neonazis ermordet wurde. Presseerklärung zur Antifa-Gedenkdemonstration in Berlin-Buch

Rund 350 Menschen demonstrierten am Sonntag dem 23. Mai in im Berliner Stadtteil Buch gegen rechte Alltagskultur im Berliner Nordosten und alltägliche soziale Ausgrenzung.
Anlass war der Todestag von Dieter Eich, der vor 10 Jahren von Neonazis ermordet wurde.

Resort: Inland, Berlin, Soziales

Bündnis “Niemand ist vergessen!”
e-Mail: niv-northeast@riseup.net | Internet: www.niemand-ist-vergessen.de

Presseerklärung zur antifaschistischen Gedenkdemonstration am 23. Mai

Dieter Eich wurde vor 10 Jahren von einer Gruppe Bucher Neonazis umgebracht, da er in ihren Augen ein „Asozialer“ war und damit keine Daseinsberechtigung hatte. Rund 350 Menschen demonstrierten aus diesem Anlass am vergangenen Sonntag in Pankow-Buch um auf die Aktualität von sozialer Ausgrenzung und Neonazigewalt aufmerksam zu machen. An der Demonstration beteiligten sich Antifaschist_innen aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsenanhalt und NRW.
Die Demonstrant_innen zog lautstarkt und gut wahrnehmbar durch Buch. Sie hielt eine Zwischenkundgebung am ehemaligen Wohnhaus von Dieter Eich in der Walter-Friedrich-Straße 52 ab und gedachte dem Ermordeten mit einer Rede. In weiteren Beiträgen wurde die Politik gegen Erwerbslose und die Passivität in der Bevölkerung gegenüber jener Politik kritisiert.
Während der Demonstration kam es seitens einzelner Neonazis vereinzelt zu Störungsversuchen. Die Demonstration verlief weitestgehend störungsfrei und endete gegen 16 Uhr am S-Bhf. Buch.

Während die Demonstrationsteilnehmer_innen kaum mit Neonazis konfrontiert waren, so wurde ein Mensch mit nichtdeutschem Aussehen am selben Tag Opfer eines brutalen rassistischen Übergriffes. In den frühen Morgenstunden des 23. Mai wurde dieser in der Lychener Straße von zehn rechtsgerichteten Menschen rassistisch beleidigt, angegriffen und mit Holzlatten zusammengeschlagen. Anschließend bewarfen sie ihn mit Steinen und Flaschen. „Der Übergriff am 23. Mai zeigt wie notwendig der aktive Kampf gegen Neonazis ist. Wir werden solche Angriffe nicht Tatenlos hinnehmen.“ So Patrick Technau, Pressesprecher des Bündnis “Niemand ist vergessen!”.

>>> Bilder von der Demonstration:
Medienkollektiv Berlin
PMC