Demo in Buch: Kein Ruhiges Hinterland für Nazis

23. April 2014 Keine Kommentare

Buch-Demo-300x193Demo: Kein Ruhiges Hinterland für Nazis
Fr. 23.05.2014 | 18.00 Uhr | S-Bhf. Buch

Der Pankower Stadtteil Berlin-Buch hat sich in den letzten zwei Jahren zu einem Hotspot rechter Aktivitäten entwickelt. Trotz Aufklärungsarbeit und zahlreicher Veranstaltungen gegen die Bucher Nazi-Strukturen im vergangenen Jahr hat sich das Problem weiter potenziert. Die bisher losen Nazi-Cliquen (Bsp.: „Freie Nationalisten Buch“) haben ihre Kontakte zu Nazis im benachbarten Brandenburger Barnim-Kreis intensiviert und sich den lokalen Pankower NPD-Strukturen angeschlossen. Unterstützung erhalten sie außerdem von Kadern des Nationalen Widerstandes Berlin (NW Berlin). Der Kiez dient ihnen auch als Rückzugsraum für die Beteiligung an Berlinweiten Nazi-Veranstaltungen, da sie in Buch nur mit geringem Gegenprotest zu rechnen haben. Buch ist ein gutes Beispiel dafür, wie es wenigen Nazis gelingt, eine ganzes Stadtviertel mit rechter Propaganda zu dominieren und so eine rechte “Homezone“ zu etablieren. Wir begreifen die Etablierung solcher Angsräume, wie in Hellersdorf, Buch oder Schöneweide, als Teil eines rechten Vormarches, der vor allem auch deswegen funktioniert, weil sich die meisten Anwohner*innen bereits daran gewöhnt zu haben scheinen. Wir wollen uns jedoch nicht damit abfinden und rufen daher jeden*n dazu auf, sich am 23. Mai, dem Todestag von Dieter Eich, an der Demonstration gegen die Nazi-Homezone in Buch zu beteiligen.

Mehr Infos demnächst unter: www.niemandistvergessen.blogsport.eu

PM: Ausstellung über die Opfer des NSU – Immer wieder Störungen durch Neonazis

22. Mai 2014 Keine Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ausstellung “Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen” erfährt bundesweit große Anerkennung und erfreut sich großer
Medienresonanz. Seit der Eröffnung im Herbst 2013 in Nürnberg wurde die Wanderausstellung, die in mehreren Druckexemplaren vorliegt, in mehr als zwanzig Städten gezeigt.

Leider gibt es auch immer wieder Störungen durch vermeintliche oder tatsächliche Neonazis. Im Januar 2014 wurde in Herten (NRW) das Foto von Mehmet Turgut mit einem Hitlerbärtchen Herten verunstaltet. Während der Ausstellungseröffnung am 20. Februar 2014 im Rostocker Rathaus flog ein Stein durch das Rathausfenster. Während die Ausstellung im April 2014 im Kasseler Rathaus hing, wurde der Gedenkstein für Halit Yozgat mit schwarzer Flüssigkeit beschädigt. In Berlin-Buch postierten sich vergangenen Montag (19. Mai) mehrere Neonazis demonstrativ gegenüber dem Bürgerzentrum, wo die Ausstellung derzeit zu sehen ist. Die Neonazis fotografierten BesucherInnen und versuchten, diese einzuschüchtern. Auf den Vorplatz des Bürgerhauses wurde zudem mit Kreide “Wahrheit macht frei Stopt den NSU-Schauprozess!!!” (Fehler im Original). geschrieben. Mehr…

Die „Aktion T4“ und die Vernichtung von als „nicht lebenswert“ markierten Menschen im Nationalsozialismus

23. April 2014 Keine Kommentare

Die „Aktion T4“ und die Vernichtung von als „nicht lebenswert“ markierten Menschen im Nationalsozialismus
22.05.2014 | 20:00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78)

Im nationalsozialistischen Deutschland wurden über 200.000 Menschen ermordet, da sie als „lebensunwert“ galten. Weitere 400.000 Menschen wurden zwangssterilisiert – der „Volkskörper“ sollte durch diese Maßnahmen von „unwerten“ Leben gereinigt werden. Diese Vernichtungspolitik traf neben den s.g. “Asozialen” vor allem Menschen mit Behinderung. Wenig bekannt ist, dass die Grundlagen der nationalsozialistischen “Säuberungs”-Pläne jedoch bereits in der Weimarer Republik gelegt wurden und somit somit keine „neue Erfindung“ der Nazis darstellten.
Bei der Veranstaltung wollen wir die Vorgeschichte der „Aktion T4“ beleuchten, deren Durchführung behandeln und aufzeigen, warum es einfach nur makaber ist, in diesem Kontext von Euthanasie zu sprechen. Weiterhin wird die Rolle des Krankenhauses Pankow-Buch, als lokale beteiligte Institution, betrachtet.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Antifa-Cafés der Antifa Initiative Nord-Ost AINO statt und ist Teil der Mobi zur Dieter-Eich-Demo am 23. Mai 2014.

Referent_innen: North-East Antifascists [NEA]
Veranstalter_innen: Antifa Initiative Nord-Ost [AINO]

Klassismus – Veranstaltung mit Andreas Kemper

23. April 2014 Keine Kommentare

Klassismus – Veranstaltung mit Andreas Kemper
15.05.2014 | FAU okal | 19 Uhr

Der Begriff „Klassismus“ ist im deutschsprachigen Raum kaum bekannt. Dabei ist die Abwertung und Ausgrenzung von Menschen aus ärmeren Verhältnissen nicht nur Alltag, sondern wird auch als politisches Kampfmittel genutzt, um klassenkämpferische Praxis in Frage zu stellen und Klassenverhältnisse biologistisch umzudeuten. Thilo Sarrazin und sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ ist ein bekanntes Beispiel dafür. Aber auch an linken Zusammenhängen geht Klassismus nicht vorbei. Grund genug, das Thema in Form einer Veranstaltung mit Andreas Kemper (Soziologe und Autor u.a. einer Einführung zum Thema Klassismus), auf die Agenda zu holen.

ASJ Berlin, North east Antifa (NEA), FAU Berlin (Sektion Hartz-IV-Komplex), Niemand ist vergessen!

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Dieter Eich-Gedenk-Demo statt.
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Ausstellung: “Opfer des NSU”

12. April 2014 Keine Kommentare

Ausstellung_NSU_front_WEBsmallAusstellung “Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

19.05.2014 – 30.05.2014 | Bucher Bürger Haus
Öffnungszeiten: 09.00 Uhr – 18.00 Uhr

Eröffnung:
Mo. 19.05.2014 | 19.30 Uhr | Bucher Bürger Haus (Franz-Schmidt-Str. 8-10

Veranstaltung im Rahmen des Gedenkens an Dieter Eich.

 Referentin: Birgit Mair (Ausstellungs-Kuratorin)

Über sechs Jahre zog die Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) mordend durch die Republik. Ihr Treiben kostete zehn Menschen das Leben. Bis zur Selbstaufdeckung des Terrortrios im November 2011 waren die Familien der vor allem migrantischen Opfer, mit rassistischen Ermittlungen konfrontiert. Deren Umfeld und Familien wurde die Einbindung in ein »kriminelles migrantisches Milieu« unterstellt, von dem die Morde ausgegangen sein sollen. Die bilderreiche Wanderausstellung »Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen« setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2011 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung des NSU auseinander. Sie beschäftigt sich mit den lebensbedrohlichen Bombenanschlägen in Köln, der Neonaziszene der 1990er Jahren und dem NSU-UnterstützerInnen-Netzwerk. Vor allem aber stellt sie die Mordopfer des NSU in den Mittelpunkt und verleiht ihnen anhand ihrer Biografien und den Erzählungen von Angehörigen ein Gesicht.
Anlässlich des 14. Todestages von Dieter Eich, der im Jahr 2000 von Neonazis in Berlin-Buch ermordet wurde, kommt die Aus- stellung nach Berlin-Buch. Die sich zuspitzenden Provokationen seitens organisierter Neonazis in Buch, verleiht der NSU-Thematik und dem Mord an Dieter Eich derzeit leider eine traurige Aktualität. Hiermit möchten wir darum alle interessierten Menschen zur Ausstellungseröffnung und zur diesjährigen Dieter Eich-Gedenk-Demonstration einladen

www.niemandistvergessen.blogsport.eu | www.opfer-des-nsu.de

Die Ausstellung wird finanziell Unterstützt durch Die. LINKE und Die Piratenpartei

5. Nov. 2013 – Berlin – Filmvorführung: »Blut muss fließen« – Undercover unter Nazis

24. Oktober 2013 Keine Kommentare

bmf_flyer_web5. November 2013 – Filmvorführung: »Blut muss fließen« – Undercover unter Nazis

19.00 Uhr, Bürgerhaus Buch, Franz-Schmidt-Straße 8-10, 13125 Berlin

»Wetzt die langen Messer auf dem Bürgersteig, lasst die Messer flutschen in den Judenleib. Blut muss fließen knüppelhageldick und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik.« grölt der Sänger ins Mikrophon, rund 300 Neonazis brüllen mit. Die Arme schnellen zum Hitlergruß empor und am Ende des Liedes erfüllen »Sieg heil! «-Rufe den gesamten Saal.

Diese Ausschnitte entstammen keinem klandestin im Ausland organisierten Rechtsrockkonzert. Es sind Szenen wie sie sich monatlich in Deutschland abspielen – auch bei uns.

So feierten im Mai 650 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet in Finowfurt bei Bernau zu bekannten Rechtsrockbands – unter ihnen auch viele aus Buch, Pankow und dem Barnimkreis. Das Innenleben solcher Hasskonzerte hat der Journalist Thomas Kuban über sechs Jahre mit versteckter Kamera dokumentiert. In dieser Zeit gelang es ihm, vierzig Konzerte zu filmen. In keinem Verhältnis zur Brisanz des Materials, sowie auch zum Risiko, unter dem die Bilder entstanden, steht das Interesse der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Mehr…