28. Mai 2016: Gedenken an Dieter Eich

22. Mai 2016 Keine Kommentare

dieter_eich_2016_plakatNever again! – Im Gedenken an Dieter Eich | Im Mai 2000 von Nazis in Berlin-Buch ermordet | Gegen Faschismus und Sozialchauvinismus

Gedenk-Demo:
Sa, 28.05.2016 | 14:00 Uhr | S-Bahnhof Buch (Pankow)

Veranstalter*innen:  „Niemand ist vergessen!“

Unterstützer*innen: Antifaschistischer Schwarz-Roter Aufbau [ASRA], North-East Antifascists [NEA], Berlin Outback Antifa [BOBA],

Im Mai 2000 ermordete im Pankower Stadtteil Buch eine Gruppe Nazis den damals 60 Jahre alten Dieter Eich. In den Abendstunden des 23. Mai versammelten sich die Jungnazis in der Wohnung ihres Kameraden René Rost, in der Walter-Friedrich-Straße 52, um dessen Wohnungseinweihung zu feiern. Bereits vor Beginn der Feierlichkeit beleidigten sie beim Alkoholeinkauf einen Migranten und brüllten »Sieg heil!«-Rufe aus dem Fenster der Wohnung. In einem Rausch von Rechtsrock und Alkohol ergingen sie sich in Gewaltphantasien, zuerst gegen Migrant*innen, dann gegen den im selben Haus wohnenden Dieter Eich. Dieser war zu jenem Zeitpunkt erwerbslos und galt im Viertel als »Trinker«. Wenn »man so einen aufklatschen würde, täte man etwas fürs Volk« bestärkten sich die Täter. Sie verschafften sich Zugang zu Dieter Eichs Wohnung und schlugen den schlafenden Mann zusammen. Später gingen sie ein weiteres Mal hinunter und erstachen ihn, damit er sie bei der Polizei nicht anzeigen konnte. Die Täter erhielten mehrjährige Haftstrafen, die sie nicht vollends verbüßen mussten. Mehr…

Demo in Buch: Kein Ruhiges Hinterland für Nazis

23. April 2014 Keine Kommentare

Buch-Demo-300x193Demo: Kein Ruhiges Hinterland für Nazis
Fr. 23.05.2014 | 18.00 Uhr | S-Bhf. Buch

Der Pankower Stadtteil Berlin-Buch hat sich in den letzten zwei Jahren zu einem Hotspot rechter Aktivitäten entwickelt. Trotz Aufklärungsarbeit und zahlreicher Veranstaltungen gegen die Bucher Nazi-Strukturen im vergangenen Jahr hat sich das Problem weiter potenziert. Die bisher losen Nazi-Cliquen (Bsp.: „Freie Nationalisten Buch“) haben ihre Kontakte zu Nazis im benachbarten Brandenburger Barnim-Kreis intensiviert und sich den lokalen Pankower NPD-Strukturen angeschlossen. Unterstützung erhalten sie außerdem von Kadern des Nationalen Widerstandes Berlin (NW Berlin). Der Kiez dient ihnen auch als Rückzugsraum für die Beteiligung an Berlinweiten Nazi-Veranstaltungen, da sie in Buch nur mit geringem Gegenprotest zu rechnen haben. Buch ist ein gutes Beispiel dafür, wie es wenigen Nazis gelingt, eine ganzes Stadtviertel mit rechter Propaganda zu dominieren und so eine rechte “Homezone“ zu etablieren. Wir begreifen die Etablierung solcher Angsräume, wie in Hellersdorf, Buch oder Schöneweide, als Teil eines rechten Vormarches, der vor allem auch deswegen funktioniert, weil sich die meisten Anwohner*innen bereits daran gewöhnt zu haben scheinen. Wir wollen uns jedoch nicht damit abfinden und rufen daher jeden*n dazu auf, sich am 23. Mai, dem Todestag von Dieter Eich, an der Demonstration gegen die Nazi-Homezone in Buch zu beteiligen.

Mehr Infos demnächst unter: www.niemandistvergessen.blogsport.eu

Gedenken an Dieter Eich 2015

21. Mai 2015 Keine Kommentare

DieterEichGedenken an Dieter Eich
So. 24.05.2015 | 15.00 Uhr | S-Bhf. Buch

In der Nacht vom 23. auf den 24.5.2000, feierten vier Jungnazis eine Wohnungseinweihungsfeier. Im Laufe des Abends beschlossen sie “einen Assi zu klatschen” und verprügelten den im selben Aufgang wohnenden Dieter Eich, den sie anschließend töteten. Eich musste sterben, weil er aufgrund seiner Erwerbslosigkeit nicht in das sozialchauvinistische Weltbild seiner Mörder passte.
Die Täter wurden zwar gefasst und bekamen Haftstrafen, jedoch kann dies die Tat nicht ungeschehen machen. Um solche Taten nicht zu vergessen, wollen wir dem Mord an Dieter Eich gedenken. Das Gedenken ist Teil der antifaschistischen Aktionsreihe „Gemeinsam gegen Rassismus“ gegen die zunhemenden Naziaktivitäten in Buch.

Deshalb kommt am 24.05.2015 nach Buch!
Niemand ist vergessen!

Informationen zum Mord
Artikel (2010) | Video (2010)

 

PM: Ausstellung über die Opfer des NSU – Immer wieder Störungen durch Neonazis

22. Mai 2014 Keine Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ erfährt bundesweit große Anerkennung und erfreut sich großer
Medienresonanz. Seit der Eröffnung im Herbst 2013 in Nürnberg wurde die Wanderausstellung, die in mehreren Druckexemplaren vorliegt, in mehr als zwanzig Städten gezeigt.

Leider gibt es auch immer wieder Störungen durch vermeintliche oder tatsächliche Neonazis. Im Januar 2014 wurde in Herten (NRW) das Foto von Mehmet Turgut mit einem Hitlerbärtchen Herten verunstaltet. Während der Ausstellungseröffnung am 20. Februar 2014 im Rostocker Rathaus flog ein Stein durch das Rathausfenster. Während die Ausstellung im April 2014 im Kasseler Rathaus hing, wurde der Gedenkstein für Halit Yozgat mit schwarzer Flüssigkeit beschädigt. In Berlin-Buch postierten sich vergangenen Montag (19. Mai) mehrere Neonazis demonstrativ gegenüber dem Bürgerzentrum, wo die Ausstellung derzeit zu sehen ist. Die Neonazis fotografierten BesucherInnen und versuchten, diese einzuschüchtern. Auf den Vorplatz des Bürgerhauses wurde zudem mit Kreide „Wahrheit macht frei Stopt den NSU-Schauprozess!!!“ (Fehler im Original). geschrieben. Mehr…

Die „Aktion T4“ und die Vernichtung von als „nicht lebenswert“ markierten Menschen im Nationalsozialismus

23. April 2014 Keine Kommentare

Die „Aktion T4“ und die Vernichtung von als „nicht lebenswert“ markierten Menschen im Nationalsozialismus
22.05.2014 | 20:00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78)

Im nationalsozialistischen Deutschland wurden über 200.000 Menschen ermordet, da sie als „lebensunwert“ galten. Weitere 400.000 Menschen wurden zwangssterilisiert – der „Volkskörper“ sollte durch diese Maßnahmen von „unwerten“ Leben gereinigt werden. Diese Vernichtungspolitik traf neben den s.g. “Asozialen” vor allem Menschen mit Behinderung. Wenig bekannt ist, dass die Grundlagen der nationalsozialistischen „Säuberungs“-Pläne jedoch bereits in der Weimarer Republik gelegt wurden und somit somit keine „neue Erfindung“ der Nazis darstellten.
Bei der Veranstaltung wollen wir die Vorgeschichte der „Aktion T4“ beleuchten, deren Durchführung behandeln und aufzeigen, warum es einfach nur makaber ist, in diesem Kontext von Euthanasie zu sprechen. Weiterhin wird die Rolle des Krankenhauses Pankow-Buch, als lokale beteiligte Institution, betrachtet.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Antifa-Cafés der Antifa Initiative Nord-Ost AINO statt und ist Teil der Mobi zur Dieter-Eich-Demo am 23. Mai 2014.

Referent_innen: North-East Antifascists [NEA]
Veranstalter_innen: Antifa Initiative Nord-Ost [AINO]

Klassismus – Veranstaltung mit Andreas Kemper

23. April 2014 Keine Kommentare

Klassismus – Veranstaltung mit Andreas Kemper
15.05.2014 | FAU okal | 19 Uhr

Der Begriff „Klassismus“ ist im deutschsprachigen Raum kaum bekannt. Dabei ist die Abwertung und Ausgrenzung von Menschen aus ärmeren Verhältnissen nicht nur Alltag, sondern wird auch als politisches Kampfmittel genutzt, um klassenkämpferische Praxis in Frage zu stellen und Klassenverhältnisse biologistisch umzudeuten. Thilo Sarrazin und sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ ist ein bekanntes Beispiel dafür. Aber auch an linken Zusammenhängen geht Klassismus nicht vorbei. Grund genug, das Thema in Form einer Veranstaltung mit Andreas Kemper (Soziologe und Autor u.a. einer Einführung zum Thema Klassismus), auf die Agenda zu holen.

ASJ Berlin, North east Antifa (NEA), FAU Berlin (Sektion Hartz-IV-Komplex), Niemand ist vergessen!

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Dieter Eich-Gedenk-Demo statt.
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